BREXIT und die Folgen für die ’Innere Sicherheit‘ Europas

Der grenzüberschreitende Informationsaustausch innerhalb der EU ist der wichtigste Baustein der europäischen Sicherheitsarchitektur. Ohne Informationen aus allen Bereichen der EU, deren Bewertung und Analyse, wäre die Sicherheit Europas gefährdet. Zusammenhänge und Strukturen der internationalen und grenzüberschreitenden Kriminalität wie auch des Terrorismus wären schwieriger zu erkennen und damit zu bekämpfen.

Die Informationen aller Sicherheitsbehörden in Großbritannien sind stets ein wichtiger Baustein innerhalb der EU-Sicherheitsarchitektur gewesen. Insbesondere Informationen im Vorfeld oder nach terroristischen Anschlägen machten die gute Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden deutlich.
Der Ausstieg aus der EU Großbritanniens hat auch zur Folge, dass sie grundsätzlich nicht mehr Mitglied von EUROPOL sein können. Die Vernetzung der wichtigsten Datenbanken zur Bekämpfung internationaler und organisierter Kriminalität stünde einerseits den Briten nicht mehr zur Verfügung und andererseits hätten die verbleibenden europäischen Sicherheitsbehörden keinen Zugang mehr zu britischen Informationsquellen.

Jetzt wird alles auf den Prüfstand kommen. Alles muss nun einzelvertraglich zwischen der EU und Groß Britannien/Wales geregelt werden. Hoffentlich schaffen wir es den Status quo in puncto Sicherheit aufrecht zu halten. Wir waren doch auf einem guten Weg...


Artikel-Informationen

06.10.2017

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