Festnahme nach Drogenfund und diverse Mängel an LKW festgestellt – Großkontrolle auf der A 30 bei Melle beendet

Einsatzkräfte der Regionalen Kontrollgruppe der Polizeidirektion Osnabrück kontrollierten am 12. Oktober 2017 an der A 30 bei Melle rund 1000 Fahrzeuge. Die internationale Großkontrolle fand gemeinsam mit vielen anderen Behörden, wie der Bundespolizei, der polnischen und niederländischen Polizei sowie Polizeibeamten unter anderem aus Nordrhein-Westfalen, Bayern und Rheinland-Pfalz und des Hauptzollamtes Osnabrück statt. Bei der länderübergreifenden Schwerpunktkontrolle stand sowohl der gewerbliche Güterverkehr als auch die Bekämpfung der Kriminalität entlang der Ost/West-Transitstrecke im Fokus.

Im Bereich der Bekämpfung und Verfolgung allgemeiner Kriminalitätsdelikte unterstützten Rauschgiftspürhunde den Einsatz der Beamten. Bei der Kontrolle eines Fahrzeugs schlug eine der Spürnasen an und stellte im Frontbereich des PKW 500 g Marihuana fest. Die beiden Männer, die auf dem Rückweg aus den Niederlanden waren, wurden vorläufig festgenommen. In insgesamt 22 Fällen stellten die Beamten Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz fest. In 11 Fällen führten Personen ihr Fahrzeug unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen. Sechs Fahrer mussten sich einer Blutentnahme unterziehen, da sie ein Fahrzeug unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln geführt hatten. Sieben Fahrzeugführer waren ohne die gültige Fahrerlaubnis unterwegs. Ein Fahrzeugführer war zudem mit einem gefälschten spanischen Führerschein unterwegs. Zudem wurden ein Schlagring und ein Einhandmesser beschlagnahmt.

Bei den Kontrollen des gewerblichen Güterverkehrs überprüften die Polizeibeamten unter anderem die Ladungssicherung und insbesondere technische Mängel, denn Lkw-Unfälle auf Autobahnen, verursacht durch falsche oder fehlende Ladungssicherung, Übermüdung der Fahrer oder durch technische Mängel an den Fahrzeugen, passieren nahezu täglich. Bei drei Fahrzeugen war die Ad-Blue-Einspritzanlage bewusst manipuliert worden, was zu einer Reduzierung der zu entrichtenden LKW-Maut führt. In sechs Fällen versagten die Beamten LKW- Fahrern an Ort und Stelle die Weiterfahrt, aufgrund von Mängeln an den Bremsen. Insgesamt wurden an 12 LKW-Reifen Mängel festgestellt, die eine Weiterfahrt erst nach einem Reifenwechsel möglich machten. Sechs Fahrzeuge waren zum Teil erheblich überladen, die höchste Überladung lag bei etwa 50 Prozent. Insgesamt wurden 27 Fahrzeugführern die Weiterfahrt untersagt und Sicherheitsleistungen im fünfstelligen Bereich einbehalten.

 
 
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16.10.2017

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