Sicher im Straßenverkehr durch die dunkle Jahreszeit


Mit Beginn der dunklen Jahreszeit müssen sich Verkehrsteilnehmer auf Veränderungen im Straßenverkehr einstellen. Die Tage werden kürzer, Nebel und Regen sorgen für schwierige Sichtverhältnisse und erfordern die volle Aufmerksamkeit. Daher rät die Polizei allen Verkehrsteilnehmern, das eigene Verhalten, die Fahrweise und das Fahrzeug an die Herbst- und Winterzeit anzupassen.

Fußgänger, Fahrradfahrer und Fahrer von motorisierten Zweirädern, sollten in der nun beginnenden Jahreszeit verstärkt auf eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr achten - denn diese Gruppen sind besonders gefährdet. Um sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen, heißt es "Sehen und gesehen werden!". Zum frühzeitigen Erkennen von Fußgängern, Fahrradfahrern sowie motorisierten Zweiradfahrern, können helle Kleidung und reflektierende Applikatoren entscheidend beitragen. Fahrradfahrer und Kradfahrer sollten zudem regelmäßig die Lichteinrichtung auf Funktionsfähigkeit sowie Verschmutzung überprüfen. Eltern sollten auf den Zustand der Fahrräder ihrer Kinder achten und dass diese mit entsprechender Kleidung - bestenfalls mit reflektierenden Kindersicherheits-/Kinderwarnwesten - ausgestattet sind um das größtmögliche Erkennen zu gewährleisten.

Überhöhte Geschwindigkeit und mangelnder Sicherheitsabstand sind auch zur Herbst- und Winterzeit Hauptunfallursachen. "Nur durch eine angepasste Geschwindigkeit können Verkehrsteilnehmer schnell und effektiv reagieren, auch bei besonderen Gefahrensituationen wie Wildwechsel oder verschmutzter Fahrbahn", empfiehlt die Polizei.


Achtung Wildwechsel!


Tiere queren Verkehrswege ohne Vorwarnung - zu jeder Tages- und Nachtzeit. Einige Arten, wie Rehe oder auch Dammwild, sind jedoch besonders in der Morgen- und Abenddämmerung aktiv. Im Herbst, wenn die Tage kürzer sind, steigt das Unfallrisiko für Mensch und Tier. Bei Fahrten durch Wald- und Wiesengebiete und insbesondere dort, wo das Verkehrszeichen 142 "Wildwechsel" steht, sollte besonders achtsam gefahren werden, um jederzeit bremsbereit zu sein.

Wenn Rehe, Wildschwein oder sonstige Wildtiere unvermittelt an der Fahrbahn auftauchen, sollten Verkehrsteilnehmer sofort Abblenden, kontrolliert Abbremsen, Hupen und Anhalten. Die Warnblinkanlage sollte unverzüglich eingeschaltet werden um damit die Aufmerksamkeit der nachfolgenden Verkehrsteilnehmer auf die Gefahrensituation zu gewährleisten. Entfernen sich die Tiere, sollte die Gefahrenstelle mit Schrittgeschwindigkeit passiert und der Fahrbahnrand weiter beobachtet werden, denn wo sich ein Wildtier befindet, folgen meist weitere. Bei plötzlichem Wildwechsel sollte kein Ausweichmanöver in den Gegenverkehr vollzogen werden, um die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer auszuschließen. Trotz des Schockmoments sollte stark abgebremst und die Fahrspur gehalten werden. Nach einem Wildunfall müssen Autofahrer unverzüglich anhalten, die Warnblinkanlage einschalten und die Unfallstelle absichern, unter anderem mit dem Warndreieck. Verunfalltes Wild darf nicht mitgenommen werden, da sonst eine Anzeige wegen Jagdwilderei drohen kann. Auch wenn ein angefahrenes Tier flüchtet, muss unverzüglich die Polizei benachrichtigt werden. Diese informiert den zuständigen Jagdpächter, um das Wild aufzuspüren und diesem ggfs. durch weidmännisches Erlegen mögliche Schmerzen zu ersparen.

Die Zahl der Wildunfälle in der Polizeidirektion Osnabrück ist in den vergangenen vier Jahren nahezu konstant geblieben. 2015 kam es zu 4.510 Wildunfällen - 14 Menschen erlitten schwer Verletzungen. 2016 waren es 4.499, wobei 8 Menschen schwere Verletzungen erlitten. Im Jahr 2017 wurden 4.502 Unfälle mit Wild verzeichnet und 13 Menschen schwer verletzt. Ein Rückgang ist 2018 auf 4.377 Wildunfälle festzustellen, jedoch wurden 16 Menschen schwer verletzt.

 
Artikel-Informationen

24.10.2019

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