6. Symposium der Polizeidirektion Osnabrück und des Institutes für Islamische Theologie – Universität Osnabrück – am 19. Februar 2019 in der Schlossaula der Universität Osnabrück



„Die Sicherheitsgesellschaft - Im Kontext realer und gefühlter Risiken"

Ziel der Fachtagung ist es, das offensichtlich deutlich gestiegene Sicherheitsbedürfnis vieler Bürgerinnen und Bürger entlang realer und gefühlter Gefahren und Risiken interdisziplinär zu betrachten und einzuordnen. Die nicht selten hysterisch geführten Debatten über vermeintlich gewalttätige Flüchtlinge oder radikalisierte IS-Rückkehrer sind auch als Symptome einer verunsicherten Gesell­schaft zu begreifen, die viel daran setzt, durch diverse Maßnahmen mögliche Gefahrenrisiken zu minimieren. Dabei kann sie u. a. auch an die Grenzen ihrer Rechtsstaat­lichkeit und Bürgerrechte stoßen, wie aktuelle Debatten zu den neuen Polizeigesetzen in Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen verdeutlichen. Sicher­heitsbehörden, Sozialarbeiter, Journalisten, Wissenschaftler, verschiedene andere Professionen aber auch Moschee­gemeinden müssen sich künftig mit der Frage beschäf­tigen, wie es gelingen kann, das Gleichgewicht zwischen berechtigten Sicherheitsbedürfnissen und überbordenden Eingriffsintensitäten zu wahren. Werden Gefahrensachver­halte zunehmend als Risiken wahrgenommen und kommu­niziert? Wird die Gesellschaft eine zunehmende Versicher­heitlichung fordern oder befinden wir uns bereits mitten in einer Sicherheitsgesellschaft?

Das Symposium nimmt die erhöhte Risikowahrnehmung aus verschiedenen Perspektiven und Handlungsfeldern in den Blick. Wir möchten ReferentInnen verschiedener Professionen zu Wort kommen lassen: aus der Vorurteils­forschung, aus dem Bereich der Medien, der Sicherheitsbe­hörden und des Datenschutzes, aus sozialwissenschaftlicher Sicht, praktischer Feldarbeit und nicht zuletzt persönliche Betrachtungsweisen.

Der nebenstehende Flyer informiert Sie über den Tagungsablauf, die Anmeldemöglichkeiten und alle weiteren Details.
Wir hoffen bereits jetzt auf Ihr Interesse.

Ansprechpartner:
Gregor Hadamitzky M.A. und Sabina Ide
Heger-Tor-Wall 18
49078 Osnabrück
Tel. 0541 - 327 11 42 und -11 81
E-Mail: symposium@pd-os.polizei.niedersachsen.de

 
Artikel-Informationen

03.12.2018

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