Abgefahren - wie krass ist das denn

abgefahren   Bildrechte: Polizei Emsland/Gr. Bentheim

"Abgefahren, wie krass ist das denn" ist ein Verkehrspräventionsprojekt, dass sich an junge Menschen im Alter zwischen 17 und 24 Jahren richtet - direkt und emotional.

17- bis 24-jährige Verkehrsteilnehmer haben immer noch das mit Abstand höchste Unfallrisiko im Straßenverkehr. Jährlich verunglückten in Deutschland insgesamt ca. 70.000 junge Männer und Frauen dieser Altersgruppe im Straßenverkehr, etwa 700 davon tödlich.

Obwohl die Altersgruppe der jungen Fahranfänger nur ca. 8% der Gesamtbevölkerung stellt, verursachen diese ca. 20 % der schweren und tödlichen Unfälle.

Verkehrsunfälle passieren nicht einfach so - sie haben eine Ursache.

Die Botschaft der Darstellung ist einfach: Regeln im Straßenverkehr schützen Leben, wenn sie eingehalten werden. Kommt es zum Bruch dieser Regeln, so kann das Leben Anderer, das Leben von Freundinnen und Freunden, sowie das eigene Leben gefährdet werden.


"Abgefahren, wie krass ist das denn"‘ besteht aus drei Bausteinen

- Vorbereitungsphase (Durchführung durch Lehrkräfte anhand der Lehrermappe)

- Bühnenprogramm

- Nachbereitungsphase (durch Lehrkräfte/ Landesverkehrswacht).


Die emotionale Berichterstattung während des Bühnenprogrammes über tödliche Verkehrsunfälle aus der eigenen Region unter Beteiligung junger Fahranfänger wird bei den Zuhörern zu einer Betroffenheit führen. Daher ist eine Vorbereitungs- und eine Nachbereitungsphase erforderlich.


Vorbereitungsphase

Eine Vorbereitung auf das Bühnenprogramm ist zwingend erforderlich. Schüler*innen sollen sich

gezielt mit den Unfallursachen auseinandersetzen und Schüler*innen, welche ein stark emotional belastendes Ereignis in der Familie oder im Freundeskreis hatten, sollte die Teilnahme freigestellt werden.

Bühnenprogramm "Abgefahren – wie krass ist das denn"

Dabei handelt es sich um ein Bühnenprogramm, welches von verschiedenen Akteuren vorgetragen wird. Die Akteure setzen sich grundsätzlich aus Polizeibeamten, Feuerwehrleuten, Rettungssanitätern, Notärzten, Notfallseelsorgern, Unfallopfern und Hinterbliebenen zusammen. In den Veranstaltungen schildern sie auf ihre eigene emotionale Weise ihre Beteiligung an schweren Verkehrsunfällen, mit regionalem Bezug. Unterstützt wird die persönliche Darstellung durch Fotos oder Filmsequenzen.


Nachbereitungsphase

Eine Nachbereitung sollte, genau wie die Vorbereitung, in jedem Fall durchgeführt werden.

Dafür sollte im Idealfall eine der Unterrichtstunden direkt nach dem Bühnenstück für Redebedarfe und einen Austausch über das Erlebte genutzt werden.

In der Nachbereitungsphase können Sie alternativ auch über die Landesverkehrswacht Niedersachsen ausgebildete Moderatoren anfordern, die nochmals die Jugendlichen in Kleingruppen für ein verkehrssicheres Verhalten ohne vordergründige Belehrung sensibilisieren. Dabei sollen sie in die Lage versetzt werden, zukünftige Konfliktsituationen besser bewältigen zu können.(Personale Kommunikation)


Ansprechperson: praevention@pi-el.polizei.niedersachsen.de



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